Was macht erfolgreiche Pressemitteilungen aus?

Was macht erfolgreiche Pressemitteilungen aus?

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  • 16. März 2017

Trotz Facebook, Instagram und Twitter, die gute, alte Pressemitteilung ist nach wie vor die wichtigste Informationsquelle für Journalisten. Auf den ersten Blick hat sich für PR-Leute also nicht viel geändert, auf den zweiten Blick allerdings schon. Der Journalismus wird immer schnelllebiger und die Zeiten, in denen Online-Redakteure stiefmütterlich behandelt wurden, sind längst vorbei. Dementsprechend ergeben sich beim Erstellen von Pressetexten neue Leitlinien. In unserem Blog-Beitrag zeigen wir, was eine Pressemitteilung heute erfolgreich macht.

Wir haben uns eine optimale Verzahnung von Print- und Online-PR auf die Fahnen geschrieben. Als digitale PR-Agentur verbinden wir klassische Pressearbeit mit umfassender SEO-Analyse, um die bestmögliche Reichweite für unsere Kunden zu generieren. Längst werden Pressemitteilungen nicht mehr nur per E-Mail an Journalisten versendet. Die meisten Unternehmen bieten ihre Texte sowie Bildmaterial auf Presseportalen an. In Zeiten der digitalen Recherche ist dies sinnvoll, da komfortabel für den Journalisten, welcher möglichst zeiteffizient arbeiten möchte. Dementsprechend wichtig ist eine SEO-optimierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Bei unseren Pressemitteilungen geht es natürlich auch um die Grundprinzipien, wie die sogenannten „W-Fragen“, einen echten Nachrichtenwert und ein sachlicher Sprachstil. Doch wir fügen dem ganzen noch etwas „Feenstaub“ hinzu. Unser Textprozess beginnt mit einer strukturierten Keyword- und Zielgruppenanalyse.

Textarbeit meets SEO-Tool: Die digitale Pressemitteilung

1. Recherche über Google Trends
Aktuelle Trends und Themen aufzugreifen, ist das A und O jeder erfolgreichen Pressemitteilung. Bei der Recherche starten wir daher zunächst mit einer Suche über Google Trends. Hiermit lassen sich Keywords beziehungsweise Themen identifizieren und das Suchverhalten von Usern analysieren. Google Trends bietet einen direkten Vergleich von Keywords und beobachtet saisonale Unterschiede.

Google Trends vergleicht zwei oder mehr Keywords miteinander und bildet das Suchverhalten im zeitlichen Verlauf ab.

Google Trends vergleicht zwei oder mehr Keywords miteinander und bildet das Suchverhalten im zeitlichen Verlauf ab.

 

2. AdWords Keywordplanner vs. Google Trends: Wo ist der Unterschied?
Wie der Name schon sagt, bildet letzteres Tool lediglich „Trends“ ab. Die Daten werden zufällig aus Google-Suchanfragen ausgewählt. Der Keywordplanner von Google AdWords berechnet das Suchvolumen hingegen über die durchschnittliche Anzahl von Suchanfragen pro Monat für ein bestimmtes Keyword. Dementsprechend können Ergebnisse der beiden Tools über Themen und Trends beim Erstellen einer Pressemitteilung nicht direkt miteinander verglichen werden. Für uns als PR-Experten bietet sich eine Kombination aus Trends und AdWords an, um relevante Themen für die Pressearbeit bestmöglich herauszuarbeiten.

Der Keywordplanner von Google AdWords zeichnet Suchanfragen im monatlichen Durchschnitt auf.

Der Keywordplanner von Google AdWords zeichnet Suchanfragen im monatlichen Durchschnitt auf.

 

3. Wer macht was, wie erfolgreich? Wettbewerbsanalyse über Buzzsumo
Im nächsten Schritt unserer Analyse holen wir uns Input über das Tool Buzzsumo. Anhand der Anzahl von geteilten Inhalten über soziale Netzwerke erhält man eine Auflistung, welche Artikel zu einem bestimmten Thema besonders erfolgreich waren. Die Recherche mithilfe von Buzzsumo bietet sich außerdem wunderbar an, um sich Inspiration für die Pressemitteilung zu holen.

4. Optimierung von Texten mithilfe von OnPage
Eines unser wichtigsten Hilfsmittel bei der Erstellung von SEO-optimierten Pressemitteilung ist das WDF-/IDF-Tool. Mit der WDF*IDF-Formel lässt sich vor allem bestimmen, welche themenverwandte Begriffe hier sinnvoll sind. Das Tool vergleicht dabei die erfolgreichsten Artikel und erstellt ein Ranking. Ein SEO-Tool, das sich hervorragend als Orientierungshilfe für die Textarbeit an sich eignet, schlägt es doch alle relevanten Themenfelder bereits vor.

Der Content Report gibt Aufschluss darüber, welche themenverwandten Begriffe sich für den Text eignen.

Der Content Report gibt Aufschluss darüber, welche themenverwandten Begriffe sich für den Text eignen.

 

5. Nun geht’s ans Handwerk: Der Textprozess
Nach der umfangreichen Recherche setzen wir uns nun an unsere Pressemitteilung, indem wir alle unsere Ergebnisse in den Text einflechten. Auch formal orientieren wir uns an zentralen SEO-Textkriterien, wie Teaser mit Überblick über das Thema, Zwischenüberschriften und Grafiken. Selbstverständlich halten wir uns beim sprachlichen Aufbau an Klassiker für eine gute Lesbarkeit, wie kurze Sätze und die Vermeidung von Passivkonstruktionen.

6. Last but not least: Lingulab
Für die Korrektur unserer digitalen Pressemitteilung nutzen wir ein praktisches Semantik-Tool. Lingulab testet Content auf Webtauglichkeit, weist auf sprachliche Feinheiten wie Füllwörter oder Schachtelsätze hin und analysiert das Vorkommen der wichtigsten Keywords. Und das alles auf Knopfdruck.

Et Voilà, die Pressemitteilung ist fit für die Platzierung. Und das Fazit daraus ist? Ein SEO-optimiertes Herangehen an Pressemitteilungen bedeutet nicht, dass es nur für Suchmaschinen lesbar ist. Der Journalist profitiert genauso von dem Mehraufwand. Denn wie sagte schon Sprachpapst Wolf Schneider: „Einer muss sich immer plagen. Die Frage ist, ob der Schreiber oder der Leser.“

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